Wirkung der Registrierung Die Registrierung im Zentralen Vorsorgeregister vermeidet effektiv unnötige Betreuungsverfahren

Das Zentrale Vorsorgeregister ermöglicht den zuständigen Gerichten bei der Bundesnotarkammer über ein sicheres Netz rund um die Uhr abzufragen, ob und welche Vorsorgeverfügungen registriert sind. Dadurch werden effektiv unnötige Betreuungsverfahren vermieden und das Recht auf Selbstbestimmung jedes Einzelnen gefördert.

Die Registrierung im Zentralen Vorsorgeregister ersetzt allerdings nicht die Errichtung der Vorsorgeverfügung, sondern setzt diese vielmehr voraus. Die Registrierung einer Vorsorgeverfügung ergibt nur dann Sinn, wenn eine Vorsorgeurkunde bereits errichtet wurde. Dies gilt entsprechend für die Registrierung von Änderung und Widerruf einer Vorsorgeverfügung. Bei Errichtung, Änderung und Widerruf von Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen und Patientenverfügungen können Ihnen Notare und Rechtsanwälte behilflich sein.

Die Registrierung wirkt – wie Juristen sagen – rein deklaratorisch, dass heißt sie lässt keine Rückschlüsse auf die wirksame Erteilung der Vorsorgeverfügung, deren Umfang oder das Unterbleiben eines Widerrufs zu. Das zuständige Gericht darf es mit anderen Worten nicht bei der Einsicht in das Zentrale Vorsorgeregister bewenden lassen, sondern hat Bestehen und Umfang der Vorsorgeverfügung im Einzelfall stets zu überprüfen.

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