Wie gelangt eine Vorsorgeurkunde zum Betreuungsgericht?

Das ZVR sorgt dafür, dass das Betreuungsgericht von der Existenz der Vorsorgeurkunde erfährt. Darüber hinaus bestehen gesetzliche Ablieferungspflichten, die jedermann erfüllen muss.
Wer eine Betreuungsverfügung besitzt, muss sie unverzüglich an das Betreuungsgericht abliefern, nachdem er von der Einleitung eines Verfahrens über die Bestellung eines Betreuers Kenntnis erlangt hat.

Wer eine Vorsorgevollmacht besitzt, muss diese nicht abliefern. Denn die Urkunde benötigt der Bevollmächtigte, um sich auszuweisen. Das Betreuungsgericht kann aber die Vorlage einer Abschrift verlangen.

Rechtsgrundlage ist § 1901 c BGB.