Drei Millionen Vorsorgeverfügungen im Zentralen Vorsorgeregister

Am 16. Dezember 2015 wurde die dreimillionste Vorsorgeverfügung im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registriert!
Das Erreichen dieser Marke verdeutlicht die positive Entwicklung, die das Zentrale Vorsorgeregister seit seiner Gründung genommen hat. Gestartet als Initiative der Notarinnen und Notare im Jahr 2003, wird das Zentrale Vorsorgeregister seit 2004 im staatlichen Auftrag unter der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz geführt. Das Zentrale Vorsorgeregister dient der Information der mit Betreuungsverfahren befassten Gerichte und trägt dazu bei, dass erteilte Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen und Patientenverfügungen im Ernstfall rechtssicher aufgefunden und im Betreuungsverfahren berücksichtigt werden können. Diesem gesetzlichen Auftrag kommt das Zentrale Vorsorgeregister mit Erfolg nach: Jedes Jahr erreichen es mehr als 200.000 Anfragen von Betreuungsgerichten, von denen in den vergangenen Jahren konstant rund jede Zehnte mit einer positiven Auskunft über ein im Zentralen Vorsorgeregister registriertes Vorsorgedokument beauskunftet wurde. Damit konnte seit Einführung des Zentralen Vorsorgeregisters in mehreren hunderttausend Fällen, in denen eine Vorsorgevollmacht bestand, die Einrichtung einer staatlichen Betreuung vermieden werden. Das Zentrale Vorsorgeregister leistet auf diesem Wege einen wichtigen Beitrag zur Förderung der selbstbestimmten Vorsorge bei Unfall, Krankheit oder am Lebensende. Die jetzt erreichte Zahl von drei Millionen registrierten Vorsorgeverfügungen belegt eindrucksvoll, dass das Zentrale Vorsorgeregister bei der Bevölkerung auf breite Akzeptanz stößt und – gerade auch mit Blick auf den Schutz der darin gespeicherten personenbezogenen Daten – ein erhebliches Vertrauen genießt. Im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer können neben notariellen auch privatschriftliche Vorsorgeverfügungen registriert werden.